Mein Name ist Melani, und ich lebe schon seit 5 Jahren in Deutschland. Ich komme aus Quito, Ecuador. Ich bin wegen meines Master-Studiums an der Universität Freiburg hergekommen, und nachdem ich meinen Abschluss geschafft hatte, habe ich meinen deutschen Langzeit-Freund geheiratet. Jetzt leben und arbeiten wir im Großraum Frankfurt. Wir träumen davon, nach Ecuador oder einem anderen Land zu ziehen, aber wir nehmen die Abwechslungen so an, wie sie kommen.

Was ich an Deutschland mag: Ich mag wirklich die Tatsache, dass Deutsche Regeln und Pünktlichkeit ernst nehmen (auch wenn sie manchmal zur Übertreibung tendieren). Was ich auch an Deutschland mag ist sein politisches System mit einer stark miteinander verknüpften Kontrolle zwischen Exekutive und Legislative, um Machtmissbrauch zu vermeiden. Mir gefällt es sehr, dass sie eine ganz gute, erfolgreiche Grüne Partei haben und eine bürgerliche Gesellschaft, die sich für Nachhaltigkeitsprobleme und Lösungen engagiert. Und bezüglich anderer, weniger politischer Angelegenheiten, liebe ich die Tatsache, dass die Frauen nicht gesellschaftlich gedrängt werden, High Heels zu tragen und hochmodern zu sein. Es kommt mir so vor, dass Frauen hier mehr gesellschaftliche Freiheit genießen, sich so zu kleiden, wie sie möchten….Praktischer, bequemer Lebensstil anstatt schmerzhafte High-Heels- Mode.

Was ich an Deutschland nicht mag: Manchmal hat es den Anschein, dass die Deutschen sich gerne als Weltmeister im ________ (füll die Lücke mit was auch immer dir in den Sinn kommt) sehen und verkaufen. Sogar mein Ehemann erkennt das als eine verrückte, deutsche Sache an! Ich mag außerdem nicht die riesigen Mengen Butter im Essen und die Tatsache, dass die Mehrheit anscheinend industriell vorgekochte Mahlzeiten dem frischen Essen vorzieht (Guckt doch nur mal was Leute im Supermarkt in ihren Einkaufswagen legen).


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